Ausbildung mit Diplom · 2027–2028 · Heidelberg & Online
Eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung in immersiver Heilarbeit — an der Schnittstelle von Tiefenpsychologie, Neuroplastizität und ganzheitlicher Bewusstseinsforschung.
Jetzt anmeldenDas Konzept
Future Healing richtet sich an Fachkräfte in sozialen, therapeutischen und medizinischen Berufen, die ihre professionelle Kompetenz um eine tiefere Dimension erweitern möchten: die Arbeit mit dem menschlichen Bewusstsein als primärem Heilungsraum.
Im Gegensatz zu technikorientierten Therapieschulen stellt Future Healing die Qualität der therapeutischen Präsenz in den Mittelpunkt — jene resonante Aufmerksamkeit, die Carl Rogers als notwendige Bedingung für heilsame Begegnung beschrieb und die die moderne Neurobiologie heute als regulativen Wirkfaktor bestätigt.
Wissenschaftliche Grundlagen
C.G. Jungs Konzept der Individuation beschreibt den lebenslangen Prozess der psychischen Ganzwerdung — die Integration bewusster und unbewusster Anteile der Persönlichkeit. Future Healing übersetzt dieses Paradigma in eine zeitgemäße, erfahrungsbasierte Praxis: Die immersive Arbeit schafft Bedingungen, unter denen verdrängte psychische Inhalte sicher auftauchen und integriert werden können.
Nach Wilfried Bion (1962) ist das Containment — die Fähigkeit des Therapeuten, unerträgliche Affekte des Gegenübers aufzunehmen und zu transformieren — die Grundlage jeder heilenden Beziehung. Future Healing schult diese Fähigkeit systematisch durch gelebte Selbsterfahrung.
„Das Ziel der Therapie ist nicht die Abwesenheit von Symptomen, sondern die Entstehung eines kohärenten Selbst — einer inneren Einheit, die das Fragmentierte hält."
— D.W. Winnicott, „The Maturational Processes and the Facilitating Environment" (1965)Die Neurowissenschaft der letzten Dekade belegt: Heilung geschieht nicht primär durch kognitive Einsicht, sondern durch verkörperte Erfahrung in sicherem Kontext. Stephen Porgess' Polyvagaltheorie (1994) erklärt, warum Sicherheitssignale im sozialen Nervensystem die Voraussetzung für jede tiefere psychische Veränderung sind.
Immersive Zustände — wie sie in der Future-Healing-Ausbildung durch geführte Atemarbeit, Stille und körperorientierte Präsenz erzeugt werden — aktivieren nachweislich den Default Mode Network (DMN) des Gehirns, jenes neuronale Netzwerk, das für Selbstreferenz, Bedeutungskonstruktion und autobiografische Kohärenz zuständig ist.
Bessel van der Kolk (2014) fasst den aktuellen Forschungsstand präzise zusammen: Traumatische Erfahrungen sind nicht zuerst im Gedächtnis gespeichert — sie sind im Körper eingeschrieben. Echte Heilung muss somatisch ansetzen, bevor sie narrativ werden kann.
Nach Hartmut Rosa (2016) ist Resonanz — das Erleben einer lebendigen, responsiven Weltbeziehung — das Gegenteil von Entfremdung und die Grundbedingung psychischer Gesundheit. Future Healing arbeitet direkt an der Wiederherstellung resonanter Selbst- und Welterfahrung.
Die Psychoneuroendokrinologie belegt enge Wechselwirkungen zwischen endokrinem System und psychischem Erleben. Die Arbeit mit dem Drüsensystem als psychosomatischer Landkarte ist kein metaphorischer Ansatz — sie entspricht dem wissenschaftlichen Verständnis des Körpers als integriertem Informationssystem.
Resilienz ist keine Eigenschaft, sondern ein relationaler Prozess (Luthar, 2006). Future Healing kultiviert durch Achtsamkeit und radikale Akzeptanz (DBT nach Linehan) jene flexible Kontaktfähigkeit, die zwischen Verwundbarkeit und Widerstandskraft vermittelt.
Curriculum
Jeder Block bildet einen eigenständigen Erkenntnisraum und baut gleichzeitig auf dem vorherigen auf. Die Gesamtstruktur folgt dem Prinzip der spiralförmigen Vertiefung — nicht linearer Wissensvermittlung, sondern zyklischer Selbstbegegnung auf wachsender Tiefenebene.
Block 01
Einführung in das ganzheitliche Verständnis von Körper, Seele und Geist als funktionaler Einheit. Wissenschaftliche Grundlagen der Psychosomatik. Phänomenologie des Leibes nach Merleau-Ponty als Brücke zwischen erfahrungsbasierter und akademischer Psychologie.
Block 02
Evidenzbasierte Achtsamkeitspraxis (MBSR nach Kabat-Zinn). Polyvagale Regulationsarbeit. Körperorientierte Selbstwahrnehmung als Grundlage therapeutischer Präsenz. Die Praxis der Stille als diagnostisches und therapeutisches Instrument.
Block 03
Bindungstheorie nach Bowlby & Ainsworth als klinische Grundlage. Übertragung und Gegenübertragung als Informationsquellen. Gewaltfreie Kommunikation (GFK nach Rosenberg) als therapeutische Haltung — nicht als Technik. Systemische Aufstellungsarbeit.
Block 04
Psychoneuroimmunologie: Wechselwirkung zwischen psychischen Zuständen, Hormonsystem und Immunfunktion. Embodiment-Forschung (Damasio, Varela). Somatische Ansätze nach Levine (Somatic Experiencing) und der Hakomi-Methode.
Block 05
Transpersonale Psychologie (Maslow, Grof) als wissenschaftlich fundierter Rahmen für Bewusstseinserweiterung. Immersive Erfahrungszustände und ihre neurobiologischen Korrelate. Integration von Transzendenzerfahrungen in den klinischen Alltag. Positive Disintegration nach Dąbrowski.
Vertiefung
Kritische Auseinandersetzung mit der Positiven Psychologie (Seligman) und ihren Grenzen. Barbara Ehrenreichs Kritik der Zwangsoptimierung. Unterschied zwischen Akzeptanz und Verdrängung — Tiefenpsychologie als Alternative zu oberflächlicher Wellnessorientierung.
Termine & Investition
Infoseminar
16.–17. Jan 2027
Heidelberg · Investition 690 €
Einführung in Konzept, Methodik und Ausbildungsstruktur
Ausbildungsbeginn
Jan 2027
Heidelberg & Online (5 Blöcke über 12 Monate)
Abschluss mit Diplom
Seminarleitung
H. von Kritzinger
Helmut-Whitey von Kritzinger, London
Therapeut, Ausbilder, Forscher seit 1984
Format
Hybrid
Präsenz in Heidelberg & vollwertiges Onlineseminar
Zertifizierung auf Diplomniveau
Anmeldung
Teilnehmerplätze sind begrenzt. Senden Sie uns Ihre Anfrage — wir melden uns persönlich bei Ihnen.